Über mich

Ich bin ein Kind vom Land, aufgewachsen in Willebadessen, einer kleinen Stadt in Ostwestfalen, in Wahrheit ein Dorf. Sobald ich lesen konnte, habe ich Geschichten verschlungen; wenn ich las, war ich nicht mehr ansprechbar. Meine Eltern erhielten damals den Rat, mir ab und zu die Bücher wegzunehmen, weil ich die Worte bald nur noch überflog, statt auf die einzelnen Buchstaben zu achten. 70er-Jahre-Pädagogik! Meine Mutter hatte jedoch Erbarmen, ich durfte weiterlesen, und neben Hanni und Nanni griff ich mir im Laufe der Jahre auch all das, was meine Familie zuvor durchgeblättert hatte: Arztromane vom Nachttisch meiner Oma, Konsalik und Ganghofer aus dem Bücherregal meiner Eltern, die Jerry-Cotton-Heftchen meines Onkels.

 

Nach der Schule wurde ich zunächst Arzthelferin. 1992 zog ich nach Kassel und studierte Architektur; doch dann kam die große Architektenschwemme und ersäufte meine Karriere, noch bevor sie ein Füßchen auf den Boden setzen konnte. Seitdem arbeite ich in Verwaltungen, in Sekretariaten oder auch im Vertrieb.

 

2010 habe ich ein kleines Inserat in der Tageszeitung entdeckt, eine Anzeige der Schreibwerkstatt von Karin Schwirzke in Kassel zu Beginn des neuen Semesters. Spontan habe ich mich zu einer Schnupperstunde entschlossen – und bin vier Jahre lang geblieben. In dieser Zeit sind die meisten der Geschichten entstanden, die in dem Buch „ROT, ROT, ROT“ zusammengefasst sind.

 

Mitte 2015 habe ich angefangen, mir noch ein weiteres Feld zu erschließen, um mit Sprache zu arbeiten: das Lektorieren insbesondere wissenschaftlicher Arbeiten sowie  neuerdings  auch das Erstellen von Texten (z. B. für Homepages).